Waffenrecht

Das Waffenrecht regelt den Handel, Erwerb, Besitz und Gebrauch von Waffen. Darunter fallen verschiedene Waffenkategorien:

  • Schusswaffen wie Gewehre und Pistolen,
  • Blankwaffen wie Säbel, Speere und Schwerter,
  • als “nicht-tödliche” aufgeführte (aber dennoch unter Umständen lebensbedrohliche) Waffen wie Pfefferspray und Elektroschocker, Sportgeräte wie Langbögen, Armbruste, Paintballmarkierer, sowie
  • Kriegswaffen wie Automatische Schusswaffen und bewaffnete Fahrzeuge, z.B. Flugzeuge, Panzer und Schiffe,
  • außerdem Munition.

Auch sogenannte Dual-Use-Güter wie Messer, biologische und chemische Stoffe und sogar Spielzeug, z.B. Kanonenmodelle, können waffenrechtlich relevant sein.

Geschichte des Waffenrechts

In früheren Gesellschaften galt es als Recht eines jeden freien Mannes, Waffen tragen zu dürfen. Nur wenige Menschen waren frei: Sie waren meistens Lehnsherren, Bürger freier Städte oder Wehrbauern, die ihr zugeteiltes Stück Land selbst gegen Feinde zu verteidigen hatten. Dies machte ihre ständige Bewaffnung nötig. Kriege wurden in der Regel nur über wenige Monate im Jahr geführt, wenn gerade Arbeitskräfte in der Landwirtschaft entbehrlich waren.

Erst als zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Leibeigenschaft in vielen Staaten abgeschafft wurde und so Unfreie zu Freien wurden, erhielten Waffen eine größere Verbreitung. Der technologische Fortschritt und die sich verschlimmernden sozialen Kämpfe machten es immer notwendiger, das Waffenrecht einzuschränken: Vor 100 Jahren waren Raubüberfälle auf Transporte, mit dem Revolver ausgelöste Familientragödien, Sprengstoffanschläge und auch Amokläufe kein unbekanntes Phänomen.

Die Einführung regelnder Gesetze in der Moderne

In Europa entwickelten sich starke Zentralregierungen, die zwei Strategien verfolgten: Einerseits sollten die nationalen Bevölkerungen durch Wehrpflicht und Reservedienste dauerhaft wehrfähig sein, was es Reservisten ermöglichte, ihre Dienstwaffen und Munition mit nach Hause zu nehmen, um bei der Mobilmachung sofort über sie zu verfügen. Andererseits galt es, das Gewaltmonopol des Staates aufrechtzuerhalten, also Kontrollsysteme zu schaffen, damit die den Bürgern ausgehändigten Waffen nicht gegen den Staat gewandt werden konnten. Dies ebnete den Weg für das moderne Waffenrecht der meisten europäischen Staaten, während in Ländern, die historische Skepsis vor starken Zentralregierungen mitbringen – beispielsweise die USA – das Recht auf Bewaffnung als wichtiger als die Gewalt des Staates angesehen wird, was sich im dortigen Waffenrecht niederschlägt. Unter dem Eindruck der Kämpfe um die Vorherrschaft in der Weimarer Republik wurde 1922 das Anlegen von Waffenlagern unter Strafe gestellt und 1928 eine Registrierungspflicht für Waffen eingeführt, die auch den Grundstein für das heutige Waffenrecht in Deutschland legte.

Freie Waffen bekommt man im Fachhandel oder man kann diese auch Online im Internet bestellen. Die Händler benötigen dazu eine Genehmigung und unterliegen strengen Auflagen seitens der Behörden. Einen der bekanntesten Waffen Shops findet man unter www.4komma5.de